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Etappe: Höhenlage & Winter

Außenwasserhahn winterfest machen

Der Gartenhahn ist die erste Stelle, an der Frost eine Leitung sprengt. Mit wenigen Handgriffen am vorhandenen Ventil bleibt das Rohr dahinter leer und heil.

Fachkraft prüft den Wasserzählerschacht in einer verschneiten Einfahrt

Der Hahn friert, das Rohr dahinter reißt

Ein Außenwasserhahn sitzt dort, wo die Kälte ungebremst an das Metall kommt. Steht Wasser im Hahn und im Rohrstück dahinter, gefriert es zuerst. Das Eis drückt nach innen, und gerissen ist am Ende oft nicht der Hahn, sondern die Leitung in der Wand, wo man sie nicht sieht.

Der Schaden bleibt deshalb gern unbemerkt, bis im Frühjahr der Hahn wieder aufgedreht wird. Dann läuft Wasser hinter der Hauswand oder im Keller entlang, und niemand versteht, woher es kommt.

Die Bauart entscheidet

Nicht jeder Außenhahn ist gleich aufgebaut, und davon hängt ab, was Sie tun können.

Auch das Alter des Hauses spielt eine Rolle. Wo Leitungen nachträglich nach außen geführt wurden, etwa für einen Gartenanschluss, fehlen die Ventile im Haus häufig, weil niemand daran gedacht hat. Bei älteren Anlagen sitzt das Ventil manchmal an ungewöhnlicher Stelle, hinter einer Verkleidung oder in einem Schrank. Ein Foto von Ventil und Ablauf, das Sie im Herbst einmal machen, erspart im nächsten Jahr das Suchen.

Viele Häuser haben einen Hahn mit eigenem Absperr- und Entleerungsventil im Innenraum, meist im Keller oder Hauswirtschaftsraum, nahe der Stelle, wo die Leitung nach außen führt. Andere haben einen frostsicheren Außenhahn, dessen Ventil tief im warmen Wandinneren sitzt. Wieder andere haben schlicht einen einfachen Hahn ohne jede Besonderheit.

Wenn Sie nicht sicher sind, welche Variante Ihr Haus hat, folgen Sie der Leitung von innen nach außen. Ein Ventil mit kleinem Ablaufstutzen ist ein deutliches Zeichen.

Die Reihenfolge

Schlauch ab, Außenhahn auf, Absperrventil im Haus zu, Restwasser über das Entleerungsventil ablassen. Ohne Absperrventil nichts selbst umbauen, sondern den Fachbetrieb fragen.

Schritt für Schritt

Wer ein Innenventil hat, geht in dieser Reihenfolge vor. Mehr braucht es nicht, und mehr sollten Sie auch nicht tun.

  • Schlauch abnehmen, Kupplung, Spritze und Regner ebenfalls. Ein angeschlossener Schlauch hält Wasser im Hahn fest.
  • Außenhahn öffnen und offen lassen.
  • Das Absperrventil der Außenleitung im Haus schließen.
  • Am Entleerungsventil neben dem Absperrventil das Restwasser in einen Eimer ablaufen lassen, bis nichts mehr nachkommt.
  • Entleerungsventil und Außenhahn geöffnet stehen lassen, damit sich im Rohr keine Luft- und Wasserreste stauen.

Wenn es kein Innenventil gibt

Fehlt ein Absperr- und Entleerungsventil, können Sie die Außenleitung nicht selbst sauber leeren. Bauen Sie auf keinen Fall am Hahn oder an der Wandverbindung herum, denn das ist Teil der Trinkwasserinstallation.

Eine Frostschutzkappe aus Dämmstoff über dem Hahn bremst Kälte etwas, ersetzt aber das Entleeren nicht. Hat Ihr Haus keine Möglichkeit, die Außenleitung abzusperren, ist das eine Frage an den Fachbetrieb: Ein nachgerüstetes Ventil macht die Handgriffe im Herbst überhaupt erst möglich.

Was zum Gartenwasser sonst noch gehört

Rund um den Hahn stehen oft weitere Wasserstellen, die vergessen werden. Ein Gartenschlauch gehört leergelaufen aufgerollt in die Garage oder den Keller. Regentonnen mit Pumpe, Wasseruhren für die Bewässerung, Brunnen und Gartendusche sind eigene Fälle: Leeren Sie, was sich leeren lässt, und lassen Sie Pumpen und Elektrik in Ruhe.

Wer ein Gartenhaus, eine Remise oder ein Nebengebäude mit Wasseranschluss hat, schaut dort ebenfalls nach. Eine versorgte Leitung in einem unbeheizten Nebengebäude braucht eine eigene Absperr- und Entleerungsmöglichkeit, sonst bleibt nur der Gang zum Fachbetrieb.

Häufig ist der Hahn zugedreht, aber der Schlauch bleibt angeschlossen. Dann steht Wasser im Hahn, und der Schutz ist dahin. Ebenso verbreitet: Das Absperrventil im Haus wird geschlossen, aber der Außenhahn danach wieder zugedreht, sodass sich im Rohr keine Luft nachziehen kann und Wasserreste stehen bleiben.

Auch vergessene Nebenstellen gehören zu den Klassikern: der Hahn an der Garagenrückseite, der Anschluss für die Waschmaschine im Schuppen, die Wasserstelle im Carport. Gehen Sie einmal ums Haus und zählen Sie, wie viele Wasserstellen im Freien es wirklich gibt.

Dichtungen verdienen einen Blick: Ein Hahn, der schon im Sommer tropfte, ist ein Kandidat für den Fachbetrieb, bevor die kalte Jahreszeit beginnt.

Im Frühjahr und wenn etwas auffällt

Ist die kalte Zeit vorbei, schließen Sie zuerst das Entleerungsventil und den Außenhahn, öffnen danach langsam das Absperrventil und lassen die Leitung sich füllen. Gehen Sie dann zum Außenhahn, öffnen ihn und lassen etwas Wasser laufen, bis es klar und blasenfrei kommt.

Beobachten Sie danach die Wand rund um die Durchführung und die Leitung im Keller. Feuchte Flecken, Tropfen oder ein Zähler, der sich ohne Verbrauch dreht, sind Warnzeichen für einen Frostriss.

Lässt sich die Außenleitung nicht absperren, tropft ein Hahn trotz geschlossenem Ventil, oder zeigt sich nach dem Wiederaufdrehen Feuchtigkeit an der Wand, lohnt der Blick durch einen Sanitär-Fachbetrieb. Gleiches gilt, wenn Sie eine frostsichere Armatur nachrüsten wollen.

Über 01579 2841435 klären wir, ob ein geprüfter Partnerbetrieb in Ihrem Fall übernehmen kann.

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Häufige Fragen

Reicht es, den Außenhahn einfach zuzudrehen?

Nein. Dann steht das Wasser im Rohr dahinter, und genau dort reißt es bei Frost. Die Leitung muss im Haus abgesperrt und entleert werden, der Außenhahn bleibt dabei geöffnet.

Ich habe einen frostsicheren Außenhahn. Muss ich trotzdem etwas tun?

Ja. Auch diese Bauart funktioniert nur, wenn der Schlauch abgenommen ist und das Wasser im Rohr ablaufen kann. Ein angeschlossener Schlauch hält Wasser im Hahn und hebelt den Schutz aus.

Mein Hahn tropft nach dem Winter. Was nun?

Das kann ein verschlissener Dichtsitz oder ein Frostschaden sein. Schließen Sie die Außenleitung im Haus und lassen Sie den Hahn von einem Fachbetrieb prüfen, bevor Wasser an der Wand entlangläuft.